Sollen Leistungen für Freizeitunfälle aus der gesetzlichen Krankenversicherung ausgegliedert werden? Wir hatten schon vor kurzem über die
Vorschläge berichtet.
Diese Forderung hat der Verband der öffentlichen Versicherer gestellt.
Nach Meinung von Robert Baresel, der beim
Verband der öffentlichen Versicherer für den Bereich private Krankenversicherung zuständig ist, könnten mit diesem Schritt um mehr als 10 Milliarden Euro entlastet werden.
Zeitgleich räumte Baresel aber auch ein, dass eine solche Ausgliederung in die
private Krankenversicherung unter dem Strich für die versicherten Arbeitnehmer teurer werden könnte.
Die gesetzlichen Krankenversicherungen stehen dem Vorschlag sehr skeptisch gegenüber. Seit Jahren versuchen die gesetzlichen Krankenversicherungen wie die
AOK ihre Mitglieder dazu zu bewegen,mehr Sport zu treiben. Aus verständlichen Grund, wie auch
Verbraucherschutzministerin Renate Künast in einem Interview mitteilte.
Ein Problem stellt vor allem die Kontrolle dar, wann und wo der Unfall tatsächlich passiert sein. Die Möglichkeit, dass Unversicherte ihren privaten
Unfall als Betriebsunfall kaschieren, ist groß.
Angeblich soll dieses Kontrollproblem für die privaten Krankenversicherungen hingegen überhaupt nicht bestehen. Auch heute schon würden die
Berufsgenossenschaften und Krankenkassen bei jedem Unfall genau prüfen, ob nicht möglicherweise ein Fremdverschulden vorliege. Im Fall eines Fremdverschuldens würde die Kassen beim Schadensverursacher Regress nehmen.